Psychiatrie

Der Bereich Psychiatrie umfasst die Vorbeugung und Behandlung aller seelischen Erkrankungen bei Menschen jeden Alters. 
Die grundsätzlichen Ziele ergotherapeutischer Maßnahmen in der Psychiatrie sollen den Patienten ermöglichen, ihre Potentiale zu entdecken und durch die Erkrankung verlorengegangene Fertigkeiten wiederzuerlangen.

Dies kann sich auf berufliche Kompetenzen, soziale Kompetenzen oder auch die Aktivitäten des täglichen Lebens beziehen.



Da die Ergotherapie in der Psychiatrie ganzheitlich arbeitet, wird auch das Umfeld des Patienten mit einbezogen.


Die affektiven Störungen oder auch Affektstörungen sind eine Gruppe von psychischen Störungen, die vor allem durch eine klinisch bedeutsame Veränderung der Stimmungslage gekennzeichnet sind. Der Affekt kann in Richtung Depression gedrückt oder in Richtung Manie gesteigert sein. In diesem Zusammenhang wird der Begriff Affekt im Sinne von Grundstimmung gebraucht. Ihre Veränderung kann akut, chronisch oder episodisch auftreten.

Die Einschränkung im täglichen Leben werden vorwiegend durch die Symptome  Antrieb, Spontanität, vegetative Funktionen (Schlafbedürfnis, Appetit, Libido) und soziale Interaktion verursacht. 

Schizophrenie ist eine schwere psychische Erkrankung. Sie ist durch Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und der Affektivität gekennzeichnet. Negativsymptome der Schizophrenie sind z. B. Depressionen und Antriebsmangel. Es werden verschiedene Erscheinungsformen unterschieden. 

Als Persönlichkeitsstörungen werden Störungen der Persönlichkeit bezeichnet, wenn bestimmte Merkmale der Persönlichkeitsstruktur in besonderer Weise ausgeprägt, unflexibel und wenig angepasst sind. Sie bezeichnen Erlebens- und Verhaltensmuster aufgrund von Entwicklungsbedingungen in der Kindheit und späteren Lebensabschnitten, genetischen Faktoren und/oder erworbenen Hirnschäden. Diese Verhaltensmuster weichen von einem flexiblen, situationsangemessenen Erleben und Verhalten in charakteristischer Weise ab. Die persönliche und soziale Funktions- und Leistungsfähigkeit ist meistens beeinträchtigt.

Angststörung (einschließlich der phobischen Störung) ist ein Sammelbegriff für psychische Störungen, bei denen entweder unspezifische Angst oder aber konkrete Furcht (Phobie) vor einem Objekt bzw. einer Situation besteht. Auch die Panikstörung, bei der Ängste zu Panikattacken führen, zählt zu den Angststörungen.
Allen Angststörungen ist gemeinsam, dass die Betroffenen übermäßig starke Ängste haben vor Dingen, vor denen Menschen ohne Angststörung keine oder in weit geringerem Maß Angst oder Furcht empfinden.