Neurologie

Ziel der Ergotherapie im Fachbereich Neurologie ist es verlorengegangene Fähigkeiten durch individuelle Therapiekonzepte bestmöglich wiederzuerlangen oder so lange wie möglich zu erhalten.



Unser Gehirn ist in der Lage sich nach einer zerebralen Schädigung neu zu organisieren und an bestehende Schädigungen zu adaptieren.

Um dies zu erreichen, stehen den Ergotherapeuten eine Vielzahl von Behandlungstechniken zur Verfügung, die je nach Schweregrad der Schädigung ausgewählt werden müssen.



Eine Auswahl von Erkrankungen in der Neurologie

Schlaganfall ist eine Erkrankung die in Folge einer Sauerstoffunterversorgung des Gehirns entsteht. Häufig passiert dies infolge einer Blutung oder eines Gefäßverschlusses im Gehirn. Nach dem Untergang von Hirngewebe können Symptome wie Lähmungen, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen, Gefühlsstörungen, Sprachstörungen und Konzentrations- und Gedächtnisprobleme entstehen. Ziel der ergotherapeutischen Behandlung ist die Wiedererlangung von größtmöglicher Selbstständigkeit. Das kann von der Selbstversorgung, wie Ankleiden, Essen zubereiten und Körperpflege, der Reduktion von Schmerzen, bis hin zur beruflichen Wiedereingliederung gehen.
Verordnungshinweise für Ärzte

Nach Schädigungen des Gehins kann es zu Problemen des Gedächtnisses, der Aufmerksamkeit, der räumlichen Wahrnehmungen kommen. Diese Probleme haben große Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit und die berufliche Wiedereingliederung. Ein spezifisches Training ist notwendig um diese Ziele wieder zu erreichen.
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Ein Querschnitt kann die Folge unterschiedlicher Ursachen sein. Unfälle mit Verletzung des Rückenmark,  Minderversorgung mit Sauerstoff bis hin zu Tumorerkrankungen des Rückenmarks können ursächlich für den Querschnitt sein. Die Auswirkungen hängen immer von der Höhe der Rückenmarksschädigung ab. Häufig gehen Lähmungen und Gefühlsstörungen mit der Schädigung einher, aber auch Nervenschmerzen, Inkontinenz und Spastiken sind typisch für einen Querschnitt. Die Herausforderungen für die Therapie sind daher sehr hoch. So stehen therapeutisch Transferübungen (Bett - Rollstuhl etc.), Ankleiden, Schmerzbewältigung, Kompensationen wie die Funktionshand und andere Interventionen im Fokus der Behandlung.
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Multiple Sklerose ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems. Es finden sich unterschiedlich große Entzündungsherde an verschiedenen Orten des Gehirns. Durch diese Herde können Symptome wie Lähmungen, Gleichgewichtsstörungen, Gefühlsstörungen u.v.m entstehen. Es gibt unterschiedliche Verlaufsformen und damit auch unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten in der Ergotherapie.
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Bezeichnet eine Gruppe von Erkrankungen des peripheren Nervensystems. Unterschiedliche Ursachen wie z.B. Diabetes, Alkohol, Guillain-Barré-Syndrom führen zu einer Zerstörung des Nerven. Lähmungen, Gefühlsstörungen und Probleme bei der Bewältigung von Alltag und Beruf können die Folgen sein.
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Bei Nervenkompressionssyndrome werden Nerven durch umgebene Strukturen eingeklemmt und in ihrer Beweglichkeiteit eingeschränkt. Die Folge sind Missempfindung und Schmerzen bis hin zu Lähmungserscheinungen der betroffenen Strukturen. Eine bekannte Erkrankungen ist z.B. das Karpaltunnelsyndrom.
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Tumore des NErvensystem können in allen Alterstufen sowie an unterschiedlichsten Stellen des Nervensystems entstehen. In ihrer Prognose sind die Tumorerkankungen höchst unterschiedlich und können ausprägungen von leichten Hörstörungen und Gleichgewichtsproblemen bis zu Lähmungen und Persönlichkeitsveränderungen beinhalten. Tumorerkrankungen sind häufig, infolge Symptome, Medikamente und der weitreichenden sozialen Auswirkungen komplex zu behandeln.
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Dazu gehören Muskelerkrankungen wie die Duchenne Muskeldystrophie, die
Friedreich Ataxie u.v.a. aufgrund der unterschiedlichen Verläufe und Krankheitsentstehung unterscheiden sich die Behandlungsprinzipien stark. Da sich meist eine Verschlechterung des Zustands nach einigen Jahren nicht vermeiden lässt, ist eine optimale Ausstattung mit Hilfsmitteln wichtig um weiterhin am Alltagsleben teilzunehmen.
Verordnungsinformation für Ärzte U18

Morbus Parkinson ist eine fortschreitende Erkrankung des ZNS. Dopaminproduzierende Zellen sterben ab, dies führt zu den typischen Symptomen des "Handzitterns", den "stockenden Bewegungen" "des nicht mehr weitergehen können". Im Verlauf der Erkrankung können dementielle Symptome dazukommen. In der Ergotherapie versuchen wir die Symptome durch das Erlernen von hochamplituden Bewegungen zu kompensieren und somit höchstmögliche Selbstständigkeit zu bewahren.
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